Drachenhöhle Mixnitz

Abwechslungsreiche Wanderung von Mixnitz zur Drachenhöhle. Optional mit einer Runde über den Röthelstein. Steinbocksichtungen möglich!

Anreise


Wir fahren mit dem Zug um 7:58 am Wiener Hauptbahnhof ab. Das ist für mich eher spät, wenn ich eine Bergtour mache. Heute begleitet mich aber mein Zehnjähriger und dem will ich nicht die Lust am Wandern mit frühem Aufstehen verderben. Außerdem habe ich nur eine 700HM Tour vorbereitet, die nicht so lange dauern wird. Was eben auch wieder erlaubt, später zu starten.

Die Fahrt bis nach Bruck an der Mur dauert recht genau 2h. Dort steigen wir in die S1 um und fahren zwei Stationen bis Mixnitz, Bärenschützklamm.

Vom Bahnhof gehen wir nach rechts Richtung Bärenschützklamm.

Tipp: Die Bärenschützklamm ist auch eine sehr schöne Wanderung. Kann ich nur empfehlen: Familienwanderung Bärenschützklamm

Drachenhöhle


Bei der Abzweigung zur Bärenschützklamm gehen wir heute jedoch gerade weiter. Kurz nach einem Tennisplatz zweigt der Weg zur Drachenhöhle ab. Die Markierungen sind nicht zu übersehen.

Zu Beginn führt der Weg noch recht beschaulich durch den Wald.

Zu Beginn führt der Weg noch recht beschaulich durch den Wald.

Der obere Teil wird und bleibt dann steil. Der Weg ist teilweise mit Stahlketten versichert.

Der obere Teil wird und bleibt dann steil. Der Weg ist teilweise mit Stahlketten versichert.

Eingang zur Drachenhöhle Mixnitz

Eingang zur Drachenhöhle Mixnitz

Die Drachenhöhle Mixnitz darf zum Schutz der Fledermäuse nur vom 16.5. bis 30.10. betreten werden.

Die Drachenhöhle Mixnitz darf zum Schutz der Fledermäuse nur vom 16.5. bis 30.10. betreten werden.

Ich wäre gerne tiefer in die Höhle hineingegangen. Aus Rücksicht auf die Fledermäuse haben wir das aber nicht getan. Ich komme ein anderes Mal noch einmal her.

Kommentar vom Sohn (10J)


Ich habe meinen Zehnjährigen gebeten die Wanderung aus seiner Sicht zu beschreiben. Die Aufgabe, die ich ihm gestellt habe war, dass andere Kinder anhand seiner Beschreibung entscheiden können, ob sie diese Wanderung mitgehen wollen oder nicht.

Wenn ich seinen Text so lese, hat er nur den Teil bis zur Höhle bewusst wahrgenommen.

Die Zugfahrt um 7:58 war eigentlich ganz bequem. Wir sind vom Wiener Hauptbahnhof aus nach Bruck an der Mur gefahren und von dort aus weiter nach Mixnitz.

Zufälligerweise habe ich erst vor kurzem in der Schule die Sage vom Drachen aus Mixnitz gelesen: Drachentöter von Mixnitz

Der Aufstieg zur Drachenhöhle von Mixnitz mit der Route 1 war am Anfang eher weniger zerklüftet. Zum Ende hin wurde es immer steiniger.

Während des Aufstieges haben wir zwei Pfauenaugen, fünf junge Steinböcke und einen recht großen Regenwurm gesehen.

Der Aufstieg hat 1:30h gedauert.

In der Drachenhöhle kann man auf jeden Fall keine Platzangst bekommen. In der Höhle ist es vorne eher trocken. Weiter drinnen, wo es hinunter tropft und keine Sonne hinkommt, ist es leicht matschig und dunkel. Ich empfehle Stirnlampen. Wenn man bis zum Gitter hinten geht, kann man die Fledermäuse „quieken“ hören, wenn man das so sagen kann.

Beim Abstieg nach Mixnitz haben wir die gleiche Route wie bei dem Aufstieg genommen (Route 1). Der Abstieg geht leichter, aber es ist auch ein bisschen schwieriger keine Steine loszutreten. Wir haben uns deshalb für die gleiche Route wie beim Aufstieg entschieden, weil wir eigentlich einen Jägersteig hinuntergehen wollten, aber der war geschlossen, weil die Leitern entfernt wurden.

Bei der Zugfahrt zurück (um 16:43) sind wir wieder von Mixnitz weiter nach Bruck an der Mur und von dort aus zum Wiener Hauptbahnhof gefahren.

Röthelstein


Der Aufstieg auf den Röthelstein ist optional. Wer mit großteils unmarkierten Jägersteigen kein Problem hat, der hat ein – meiner Meinung nach – lohnendes Ziel vor sich. Nicht so sehr den Röthelstein selbst, der schon auch ganz nett ist und eine hübsche Aussicht in das Murtal bietet. Nein, das Besondere für mich waren die Steinböcke!

Im Nachhinein habe ich gelesen (Quelle), dass dort ein Jagdrevier war, in dem in den Siebzigerjahren 220 Steinböcke (!) ausgesetzt wurden.

Wir begegnen sowohl im Auf-, als auch im Abstieg Steinböcken.

Die Steinböcke unterm Röthelstein sind Menschen anscheinend gewöhnt.

Die Steinböcke unterm Röthelstein sind Menschen anscheinend gewöhnt.

Im Abstieg treffen wir noch ein paar männliche Steinböcke.

Im Abstieg treffen wir noch ein paar männliche Steinböcke.

Tipp zum Abstieg: Ursprünglich wollte ich von der großen Lichtung „Bucheben“ einen Jägersteig nach Norden zum Kaskadenfall, hinunter absteigen und so eine Runde zurück nach Mixnitz gehen. Dieser Jägersteig ist auf vielen Karten noch eingezeichnet. Als wir beim Einstieg ankommen, hält uns jedoch ein großes, gelbes Schild zurück. Dieses erklärt uns, dass die Leitern entfernt wurden und daher im Abstieg Lebensgefahr bestünde. Daher gehen wir zurück und steigen nach Süden hin über den Weg 747 ab.

Heimfahrt


Die Heimfahrt erfolgt wie die Hinfahrt: Von Mixnitz nach Bruck an der Mur. Dort nutze ich die Zeit und kaufe uns in der Bäckerei in der Bahnhofshalle schnell etwas zu Essen und zu Trinken.

Auf der Heimfahrt nach Wien bitte ich meinen Sohnemann mir seine Eindrücke zu schreiben, damit ich diese einbauen kann. Das Ergebnis – murrend abgeliefert – ist oben zu lesen.

Damit keine Frage offen bleibt: Es war ein wirklich großer Regenwurm!

Damit keine Frage offen bleibt: Es war ein wirklich großer Regenwurm!

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