Gipfelfoto am Kreuzschober

Schneeschuhwanderung auf den Kaarl

Sehr schöne und einsame Schneeschuhtour auf den Kreuzschober (Kaarl). Erst am Gipfel und in der Kaarlhütte treffen wir alle anderen Schitourengeher und Schneeschuhwanderer.

Heute bin ich sehr schnell am Bahnhof: Ich gehe früh weg und erwische gleich die U-Bahn. Dadurch bin ich schon um 6:14 mit dem Kaufen meines Frühstücks fertig. Treffpunkt ist allerdings erst um 6:40!

Also setze ich mich gemütlich hin und beginne diesen Beitrag zu schreiben.

Es sind aber auch alle Teilnehmer früh am Treffpunkt bei den Kassenautomaten am Wiener Hauptbahnhof, so dass wir ganz gemütlich schon 10min vor der Abfahrt zum Bahnsteig hinauf gehen. Der Zug steht auch schon da – wir steigen gleich ein und brauchen nicht in der Kälte warten.

Anreise


Wir fahren mit dem Zug um 6:58 vom Wiener Hauptbahnhof ab und kommen um 8:28 in Mürzzuschlag an. Dort müssen wir zum Busbahnhof gehen, der 300m westlich vom Bahnhof liegt.

Ich markiere den Busbahnhof unten in der Karte mit einem Fähnchen.

Der Bus 180 fährt um 8:40 ab. Bei der Haltestelle „Gasthaus Gräf“ in Langenwang steigen wir um 8:54 aus.

Alles eingepackt - los geht's!
Alles eingepackt – los geht’s!

Anstieg über die Hönigsberger Alm


Von der Bushaltestelle gehen wir ein paar Meter Richtung Mürzzuschlag zurück und biegen gleich die erste Straße nach links ab. Wir überqueren sowohl die Mürz (in der wir Handschellen im Wasser sehen?!) als auch die Eisenbahnschienen mittels zweier Brücken und biegen gleich danach rechts ab. Die Hönigsberger Alm, bzw. die Kaarlhütte ist ab dort bereits angeschrieben. Wir folgen der Straße – einer Sackgasse – und zweigen vor dem letzten Haus nach rechts ab. Der Weg ist dort zwar markiert – die Markierung aber sehr ausgebleicht.

Der Weg führt steil zur Straße zum Seppbauer hinauf.

Zwischen den Wirtschaftsgebäuden geht es hinauf zum Waldrand und diesem entlang, bis es in einem Hohlweg in den Wald hinein führt.

Am Weg durch einen der vielen Hohlwege auf den Kreuzschober.
Am Weg durch einen der vielen Hohlwege auf den Kreuzschober.
Auf der Hönigsberger Alm
Auf der Hönigsberger Alm

Für die 600HM bis zur Hönigsberger Alm, auf der eine nette Halterhütte steht, die im Sommer zum Verweilen einlädt, brauchen wir 2h in recht gemächlichem Tempo.

Während wir quer über die Alm gehen, folgt in kurzer Abfolge Sonne, Wind, Schnee, Nebel. Es ist richtig beeindruckend.

Von hier ist recht flach bis zur Kaarlhütte. Wir lassen uns Zeit – messen etwa die Schneehöhe von 65cm nach, machen eine kleine Pause – bevor wir nach einer weiteren Stunde von der Kaarlhütte aus die letzten 100HM auf den Gipfel des Kreuzschobers in Angriff nehmen.

Von der Kaarlhütte aus sind es steile 100HM bis zum Gipfel.
Von der Kaarlhütte aus sind es steile 100HM bis zum Gipfel.
Das letzte Stück auf den Kreuzschober ist eine grössere Gruppe Schneeschuhwanderer vor uns.
Das letzte Stück auf den Kreuzschober ist eine grössere Gruppe Schneeschuhwanderer vor uns.

Für die 100HM von der Kaarlhütte bis zum Gipfel des Kreuzschober benötigen wir 20min. Insgesamt sind wir bis hierher 3:20h unterwegs.

Gipfelfoto am Kreuzschober
Gipfelfoto am Kreuzschober

Kaarlhütte


Nach dem obligatorischen Gipfelfoto machen wir uns an den Abstieg. Da die Bedingungen gut sind schlage ich einen alternativen Abstieg über die Ostseite vor, statt einfach die „Piste“ zur Hütte hinunter zu gehen.

Abstieg am Grat entlang nach Osten.
Abstieg am Grat entlang nach Osten.

Zuerst ist es für ein paar Meter steil, danach wird es flacher. Im Prinzip braucht man nur dem Grat nach Osten bis zu einer Forststraße folgen und diese dann nach rechts zur Kaarlhütte hinunter gehen.

Die Kaarlhütte wird von einem privaten Verein bewirtschaftet und ist von Donnerstag bis Sonntag auch im Winter geöffnet. Die Hütte ist fast bis auf den letzten Platz voll. Haben wir beim Aufstieg von Langenwang aus gar niemanden getroffen, so ist es hier nicht mehr einsam.

Wir essen und trinken gemütlich etwas – ich kann den Schweinsbraten und den Schwarzbeerenstrudel sehr empfehlen!

Nach einer Stunde, um 14:00, packen wir wieder zusammen und machen uns an den Abstieg.

Gestärkt brechen wir Richtung Mürzzuschlag auf.
Gestärkt brechen wir Richtung Mürzzuschlag auf.

Abstieg nach Mürzzuschlag


Die Schiabfahrt führt nach Nordosten hinunter, unser Weg führt nach Südosten. Wir finden den Weg komplett geräumt vor. Das mag zur Versorgung der Hütte recht praktisch sein – für uns Schneeschuhwanderer nimmt das einen Teil des Spaßes weg. Also weichen wir parallel zur Straße in den Tiefschnee daneben aus, bis wir wegen des Geländes zurück auf die geräumte Straße müssen.

Der markierte Wanderweg führt aber nach wenigen hundert Meter durch einen Hohlweg gerade hinunter, während die geräumte Straße einen Bogen nach rechts macht.

Auch hinunter gehen wir wieder durch Hohlwege.
Auch hinunter gehen wir wieder durch Hohlwege.
Im unteren Teil beginnt es zu schneien.
Im unteren Teil beginnt es zu schneien.

Nach nur 1:30h sind wir schon beim Gräblbauer, wo die Asphaltstraße beginnt. Dort schnallen wir unsere Schneeschuhe ab und folgen der Straße bergab.

Rückfahrt


Statt der Straße im Bogen nach rechts zu folgen hätten wir über die Wiese dem Wanderweg nach unten folgen können. Da kein Weg zu sehen ist und ich vom Gespräch abgelenkt bin, übersehe ich die Abzweigung und wir gehen einen kleinen Umweg über die Asphaltstraße hinunter.

Vor der Bahnunterführung gehen wir schließlich den Fuß- und Radweg entlang und nach Mürzzuschlag hinein. An der Kirche gehen wir links vorbei und die Kirchengasse entlang am Busbahnhof vorüber zum Bahnhof.

Am Bahnhof Mürzzuschlag kommen wir um 16:15 an – sind also von der Kaarlhütte aus 2:15h lang gegangen. Wir ziehen uns in der Wartehalle um, kaufen die Tickets und nehmen den Zug um 16:32 nach Wien. Ankunft Wien Hauptbahnhof um 18:02.

Die Richtung von Langenwang aus ist besser, weil der Zug von Mürzzuschlag öfter abfährt, als der Bus von Langenwang. Daher ist Langenwang – Kaarl – Mürzzuschlag die bessere Richtung. Beim ersten Mal, vor zwei Jahren, sind Didi und ich die Route in der Gegenrichtung gegangen und mussten recht lange in Langenwang auf den Bus warten.

Tourdaten

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