Hinteralm und Muckenkogel

Längere Schneeschuhtour von Süden nach Norden über Traisenhütte, Hinteralm und Muckenkogel. Als Schitour oder als Schneeschuhtour möglich.

Anreise


Wir wollen weder den gleichen Weg zurück gehen müssen, noch eine Rundtour gehen. Daher plane ich als Startpunkt der Tour Innerfahrafeld, gleich südlich von Freiland.

Meine Vermutung, dass 90% der Hühnereierproduktion Österreichs aus Freiland kommen, konnte ich während der Durchfahrt mit dem Bus nicht bestätigen.

Wir fahren mit dem Zug um 7:30 nach St.Pölten. Dort gehen wir nicht zum Haupteingang des Bahnhofs, sondern nach hinten zum Busterminal. Unser Bus fährt von Bahnsteig X ab.

Dort überleben wir eine Überraschung: Der Bus 1545 ist, als er schließlich abfährt, fast bis auf den letzten Platz belegt!

Das ist für uns recht ungewöhnlich – normalerweise sitzen wir fast ganz allein im Bus.

In Lilienfeld steigen wir und alle anderen aus, um den Bus zu wechseln.

Wir steigen in die Linie 1546 um – alle anderen in den Bus nach Annaberg. Die letzten 15 Minuten bis nach Innerfahrafeld Mönchhöfe sind wir also, wie sonst auch, fast alleine im Bus.

Um 9:10 steigen wir aus dem Bus aus, ziehen uns an, queren die Bundesstraße und gehen den Bach die Straße entlang.

Aufstieg


Nach wenigen hundert Metern kommen wir an die Abzweigung nach links vor dem Marterl.

Dort schnallen wir unsere Schneeschuhe an.

Abzweigung nach dem Thalerhof. Unter dem Marterl weist das Schild Richtung "Talerberg".

Abzweigung nach dem Thalerhof. Unter dem Marterl weist das Schild Richtung „Talerberg“.

Man kann einfach dem Forstweg folgen – was bei lockerem Schnee wahrscheinlich die beste Entscheidung ist.

Wir finden aber einen gut durchgefrorenen Harschdeckel vor, weshalb wir die erste Kehre der Forststraße einfach querfeldein abkürzen. Das ist zwar steiler, macht aber mehr Spaß!

Wir kommen in den Nebel. Die Sonne ist noch nicht direkt sichtbar.

Wir kommen in den Nebel. Die Sonne ist noch nicht direkt sichtbar.

Kurz vor der Talerhütte kommen wir aus dem Nebel heraus und gehen ab hier in der Sonne!

Kurz vor der Talerhütte kommen wir aus dem Nebel heraus und gehen ab hier in der Sonne!

Bis zur unbewirtschafteten Talerhütte ist der Weg gut erkennbar bzw. immer wieder markiert.

Von der Bushalteste bis zur Talerhütte brauchen wir 1,5h.

Am Weg vom Rotenstein zur Traisnerhütte auf der Hinterlam.

Am Weg vom Rotenstein zur Traisnerhütte auf der Hinterlam.

Von der Talerhütte bis zur Traisenhütte über den Rotenstein gehen wir 2h. Dieser gesamte Streckenabschnitt führt über sanfte Almen und Bergrücken.

Traisner Hütte, Hinteralm

Kurz vor der Traisnerhütte

Kurz vor der Traisnerhütte

Die Traisnerhütte hat geöffnet, ist zum Bersten voll und auf gefühlte 30°C geheizt.

Wir holen uns etwas zu Essen und setzen uns in die Sonne hinaus. An der Hauswand ist es warm – angenehm warm!

In der Hütte ist es extrem heiß. Vor der Hütte ist es in der Sonne angenehm warm!

In der Hütte ist es extrem heiß. Vor der Hütte ist es in der Sonne angenehm warm!

Der höchste Punkt des Tages ist die Hinteralm (1313m). Das Gipfelkreuz ist direkt hinter der Traisner Hütte.

Abstieg


Direkt vor der Traisner Hütte führt eine Forststraße zuerst nach Südwesten, macht dann aber einen raschen Bogen nach Norden. Dieser Weg ist der einfachste und ungefährlichste. Alle Tourenschifahrer nehmen diesen Weg zum hinunterfahren.

Hinter der Traisner Hütte, gleich vom Gipfelkreuz weg, führt das Weglein parallel zur Forststraße, oben am Grat entlang. Jetzt ist der Schnee gut durchgefroren und daher ist es leicht die steilen Querungen hinunter zu gehen. Bei mehr und vor allem lockerem Schnee wäre das sicher nicht so angenehm.

Beim Muckenkogel wiederholt sich diese Situation: Der Forstweg führt auf der Ostseite vorbei und rundherum. Wir gehen gerade hinauf und auf der anderen Seite teilweise steil hinunter.

Steiler Abstieg vom Muckenkogel nach Norden.

Steiler Abstieg vom Muckenkogel nach Norden.

Das letzte Stück in der Sonne, bevor wir wieder in den Nebel eintauchen.

Das letzte Stück in der Sonne, bevor wir wieder in den Nebel eintauchen.

Von der Traisnerhütte gehen wir 1h bis wir im dichten Nebel an der ebenfalls geöffneten Lilienfelder Hütte vorbei kommen.

Didi führt uns über den Karlstein und den Jägersteig direkt zum Parkplatz an der Bundesstraße hinunter.

Bis zum Parkplatz gehen wir von der Lilienfelder Hütte noch einmal 1h. Dort schnallen wir unsere Schneeschuhe ab und gehen nach Norden zum Bahnhof Lilienfeld.

Es fährt ein Zug um 16:18 und einer um 18:18. Wir sind um 14:00 bei der Traisnerhütte aufgebrochen und hätten den Zug um 16:18 problemlos erreichen können. Wir entscheiden uns allerdings den nächsten zu nehmen und bis dahin im Gasthof Ebner (direkt neben dem Bahnhof!) ein paar Bier zu trinken und etwas zu Abend zu essen. War eine gute Entscheidung!

Rückfahrt


Am Bahnhof Lilienfeld warten ganz schön viele Leute auf den Zug um 18:18!

Am Bahnhof Lilienfeld warten ganz schön viele Leute auf den Zug um 18:18!

Der Zug von Lilienfeld nach St.Pölten um 18:18 besteht aus nur einem Waggon. Und dieser ist komplett voll, als der Zug losfährt!

In St.Pölten kommt man auf dem Nebengleis an, an dem auch die Mariazellerbahn abfährt. Wir steigen in den nächsten Zug nach Wien um – und bleiben stehen, weil dieser Zug wirklich voll ist! Im Bus in der Früh dachten wir, es wären viele Leute – da waren aber noch einzelne Sitzplätze nur mit Rucksäcken belegt. Im Regionalzug von Lilienfeld waren alle Sitzplätze belegt. Vorne und hinten bei den Türen sind bereits ein paar Leute gestanden. Von St.Pölten nach Wien ist auch der gesamte Gang voll. Alle Sitzplätze sind belegt, kein freier Platz mehr um zu stehen. Öffentliche Verkehrsmittel sind in Mode!

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Tourdaten

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