Tagestour Tamischbachturm

Tamischbachturm

Tour mit 1.600HM von Hieflau auf den Tamischbachturm. Abstieg über Ennstalerhütte nach Gstatterboden.

Anreise

Diesmal hat Didi die Tour geplant. Er ist „mit dem Finger das Eisenbahnnetz entlang gefahren“ und hat einen schönen Berg gewählt, der dem Bahnhof nahe war.

Geworden ist es der Bahnhof von Hieflau und der zugehörige Berg ist der Tamischbachturm. Dass das 1.600HM Aufstieg inkludiert hat, ist für Didi ein Bonus.

Blick vor der Ennsbrücke hinauf zum Tamischbachturm.

Blick vor der Ennsbrücke hinauf zum Tamischbachturm.

Da die Anreise 2:44h dauert, nehmen wir den frühestmöglichen Zug. Dieser fährt um 6:55 in Wien Hauptbahnhof ab, Umstieg in Amstetten, Ankunft in Hieflau um 9:39.

In der Sommerhitze ist ein Start kurz vor 10:00 nicht optimal. Eine Alternative wäre es am Vorabend anzureisen und in Hieflau zu übernachten. Das kostet nicht die Welt und die Tour kann früh genug gestartet werden.

Tamischbachturm

Vom Bahnhof aus gehen wir zuerst ein Stück in die Richtung aus der wir gekommen sind (nach Osten) um zur Brücke über die Enns zu kommen.

"Zustieg" über Mitterriegel

„Zustieg“ über Mitterriegel

Danach geht es dem markierten und beschilderten Weg entlang. Der Pfad führt moderat bergauf – es geht zuerst einmal darum, um den Bergrücken Mitterriegel herum und zur Abzweigung Hochscheibenalm zu kommen.

Diese etwa 5km lange Strecke umfassen gleich einmal die ersten 600HM. Wir brauchen dafür recht genau 2h.

Abzweigung Hochscheibenalm

Abzweigung Hochscheibenalm

Ab hier startet jetzt eine „normale“ Bergtour mit 1.000HM.

Steiler, aber beschatteter Aufstieg

Steiler, aber beschatteter Aufstieg

Die ersten 2/3 der 1.000HM geht es recht steil durch Wald in direkter Linienführung hinauf.

Bis zum Ende der Latschenzone brauchen wir 1:30h.

Ohne den Schatten der Bäume würden wir in der prallen Sonne gehen und noch mehr schwitzen.

Man hat zwischen den Bäumen immer wieder einen tollen 180° Ausblick - hier auf das Hochtor.

Man hat zwischen den Bäumen immer wieder einen tollen 180° Ausblick – hier auf das Hochtor.

Blick hinunter: Ich komme gerade aus der Latschenzone heraus.

Blick hinunter: Ich komme gerade aus der Latschenzone heraus.

Die restlichen 300HM in der Sonne setzen mir zu und meine Geschwindigkeit sinkt. Ich brauche für dieses letzte Stück – inklusive einer Pause mitten auf der blumenbesetzten Almwiese – 0:45h. Didi ist um 15min schneller.

Vom Bahnhof Hieflau bis auf den Gipfel des Tamischbachturms brauchen wir inkl. Pausen 4:30h.

Ennstalerhütte

Beim Abstieg vom Gipfel des Tamischbachturms lassen wir uns Zeit und setzen uns für ein paar Minuten in die Blumenwiese.

Bittere Schafgarbe oder Steinraute

Bittere Schafgarbe oder Steinraute

Vom Gipfel bis zur Ennstalerhütte steigen wir 500HM ab.

Ennstalerhütte

Ennstalerhütte

Alternativen:

  1. Wir haben die Variante gewählt am gleichen Tag An- und Abreise, sowie Auf- und Abstieg durchzuführen. Nachteil: Die 1.000HM von der Ennstaler Hütte nach Gstatterboden sind wir gelaufen, um den Bus um 18:22 zu erreichen. Stressfrei ist das nicht.
  2. Die Variante in Hieflau zu übernachten habe ich eingangs schon erwähnt. Dadurch hat man die Möglichkeit, früher zu starten und kann mit normaler Geschwindigkeit nach Gstatterboden absteigen um den Zug um 17:14 zu erreichen, der die schnellste Heimreise mit 2:51h ermöglicht.
  3. Die dritte Variante sieht eine Übernachtung in der Ennstaler Hütte vor. Bei dieser Variante bietet es sich optional an, am zweiten Tag noch die Tieflingmauer mitzunehmen, bevor man zum schnellen Zug um 17:14 nach Gstatterboden absteigt.

Abstieg nach Gstatterboden

Die schnellste Verbindung vom Bahnhof Gstatterboden nach Wien ist Samstag und Sonntag um 17:14. Dauer: 2:51h.
Alle anderen dauern von dort aus länger.

Da wir 17:14 nicht mehr schaffen, nehmen wir die letzte (!) Verbindung des Tages um 18:22.

Der Abstieg von der Hütte bis Gstatterboden ist mit 2:30h angeschrieben. Wir brechen um 16:45 auf – und haben damit nur 1:30h für den Abstieg Zeit. Entsprechend schnell gehen und laufen wir hinunter.

Abstieg im oberen Drittel nach der Ennstalerhütte

Abstieg im oberen Drittel nach der Ennstalerhütte

Grob gesagt ist das erste Drittel steil, auf einem sehr gut gepflegtem Weg. Das zweite Drittel führt moderat fallend durch den Wald, das letzte Drittel wird durch Abschnitte auf Forstwegen dominiert.

Heimreise

Bahnhof Gstatterboden

Bahnhof Gstatterboden

Der Zug um 17:14 erfordert ein Umsteigen in Amstetten, um 20:05 in Wien Hauptbahnhof anzukommen.

Um 18:22 fährt von Gstatterboden ein Bus ab, mit dem wir nach Weißenbach-St.Gallen fahren. Dort steigen wir in einen Zug ein, der nur eine einzige Station fährt, nämlich nach Kleinreifling. Dort steigen wir in den Zug nach Amstetten und dort wiederum nach Wien um. Ankunft Wien Hauptbahnhof: 22:05.

Da unsere Trinkvorräte wegen des heißen Tags alle schon verbraucht sind – auch die beim Abstieg erneut befüllten Halbliterflaschen – müssen wir schmerzlich zur Kenntnis nehmen, dass erst der Bahnhof Amstetten wieder Getränkeautomaten bietet!

Fazit: Die Tour an einem Tag zu machen ist möglich – empfehlen tu ich es aber nicht!

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Tourdaten

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