Von der Voisthalerhütte auf den Hochschwab

Gipfelkreuz Hochschwab

Zweite Etappe im Hochschwabmassiv: Der erste Tag hat uns vom Bodenbauer zur Voisthalerhütte geführt. Am zweiten Tag folgt jetzt der Hochschwab Gipfel und der Abstieg nach Seewiesen.

Tag 1


Am Vortag sind wir vom Bodenbauer über den Trawiessattel zur Voisthalerhütte gewandert. Hier haben wir übernachtet.

Aufstiegs-Alternative: Eine Möglichkeit ist es z.B. am Freitag Abend von Seewiesen, oder vom Schwabenbartl her zur Voisthalerhütte aufzusteigen und hier zu übernachten. Das geht sich zwischen Juni und August an einem früh beendeten Arbeitstag aus.

Da wir einen Rundkurs planen – Graf Meran-Steig hinauf, Schiestlhaus, Hochschwabgipfel und Jaegermayer Steig herunter – lassen wir einen Teil des Gepäcks in der Voisthalerhütte zurück.

Nach dem Frühstück brechen wir mit leichten Rucksäcken um 8:30 auf.

Graf Meran-Steig


Wir wandern die Dullwitz bis zum Kreuzungspunkt zurück, an dem wir gestern vom Trawiessattel herunter gekommen sind. Dort biegen wir jetzt nach rechts hinauf ab.

Im Sommer führt der Graf Meran-Steig im Zick-Zack hinauf. Jetzt im Schnee gehen wir teilweise in der direkten Linie bergauf.

Aufstieg über den Graf Meran-Steig.

Aufstieg über den Graf Meran-Steig.

Von der Voisthalerhütte bis zum Schiestlhaus brauchen wir über den Graf Meran-Steig genau 2h.

Hochschwab


Der normale Wanderweg von Osten auf den Hochschwab führt vom Schiestlhaus zuerst links von einem großen Einschnitt hinauf, um in halber Höhe nach rechts hinüber zu queren und danach zum Gipfel hinauf zu führen. In diesem Einschnitt liegt lange bis in den Sommer hinein Schnee.

Auch jetzt haben wir ein Schneefeld vor uns und auf der uns gegenüberliegenden Seite eine mächtige Schneewechte.

Will man also auf den kleinen Hochschwab, ist der Aufstieg links des Einschnitts ok. Will man auf den Hauptgipfel, muss man rechts des Einschnitts den Winterweg wählen.

Didi steigt am Winterweg, jenseits des Einschnitts, auf.

Didi steigt am Winterweg, jenseits des Einschnitts, auf.

Didi will unbedingt auf den Hauptgipfel, steigt ab und geht auf der anderen Seite die 20min wieder hinauf. Ich spaziere inzwischen hinunter und warte auf der Holzbank vor dem noch geschlossenen Schiestlhaus auf ihn.

Blick vom Hochschwabgipfel nach Westen. © Didi T.

Blick vom Hochschwabgipfel nach Westen. © Didi T.

Blick vom Hochschwabgipfel nach Nordosten, Richtung Schiestlhaus. © Didi T.

Blick vom Hochschwabgipfel nach Nordosten, Richtung Schiestlhaus. © Didi T.

Jaegermayer Steig


Im Gegensatz zum Graf Meran-Steig ist der Jaegermayer Steig nicht durchgängig mit Stangen gekennzeichnet. Farbmarkierungen und Steinmänner sind meistens gut zu sehen, weiter unten in den Latschen haben wir kurz Probleme den richtigen Weg zu finden.

180° Panorama ins Ochsenreichkar. Der Weg führt von links nach rechts hinunter.

180° Panorama ins Ochsenreichkar. Der Weg führt von links nach rechts hinunter.

Der Weg ist als Rückweg jedoch deutlich angenehmer, als den Graf Meran-Steig wieder hinunter zu gehen, weil er einfach weniger steil ist. Im Wesentlichen führt er von einem Kar ins nächste – inklusive kleinen Gegensteigungen – immer gemütlich bergab. Im letzten Drittel sehen wir die Hütte auch schon vor uns.

Voisthalerhütte


In der Voisthalerhütte essen wir gemütlich ein verspätetes Mittagessen und packen die vor dem Aufbruch im Trockenraum zwischengelagerten Sachen wieder ein.

Blick beim Abstieg in die Voisthalergasse.

Blick beim Abstieg in die Voisthalergasse.

Abstieg nach Seewiesen


An Samstagen und Sonntagen fährt derzeit ein Bus jeweils um 16:55 und um 18:55 von der Busstation Dullwitz in Seewiesen ab.

Von der Voisthalerhütte brauchen wir ohne Pausen, mit moderatem Tempo etwa 2h. Angeschrieben sind 2:30h.

D.h. man muss von der Voisthalerhütte entweder spätestens um 15:00, oder um 17:00 aufbrechen, um den Bus zu erreichen.

Seewiesen kommt in Sichtweite.

Seewiesen kommt in Sichtweite.

Gegenüber der Bushaltestelle bietet der Seeberghof eine nette Möglichkeit die Wartezeit zu überbrücken.

Heimreise


Die Busfahrt von Seewiesen (Abfahrt 16:55 oder 18:55) nach Kapfenberg dauert 0:45h.

Der nächste Zug von Kapfenberg nach Wien fährt entweder um 18:10, oder um 20:10 ab – man hat also in jedem Fall 30min Zeit vom Europaplatz zum Bahnhof hinauf zu gehen.

Ankunftszeit Wien Hauptbahnhof: 20:02 bzw. 22:02.

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Tourdaten

2 Kommentare

  • Jutta Zalud

    Danke für die genaue Beschreibung incl. Bus- und Bahn. Meine Frage: Lag Anfang Mai tatsächlich noch soviel Schnee oder ist der 7. Mai nur das Datum, an dem Sie den Beitrag veröffentlicht haben?

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