Zwischen Habsburghaus und Trinksteinsattel.

Rax Nord-Süd Überschreitung

Lange Winderwanderung über die Rax, die einen 600HM steilen Aufstieg durch versicherte Passagen und eine 600HM Schneeschuhwanderung umfasst. Es gibt keine Einkehrmöglichkeiten, da die Hütten entweder im Winter geschlossen haben, bzw. geschlossen sind, weil die Raxseilbahn derzeit nicht in Betrieb ist.

Anreise


Ich fahre mit dem Zug von Wien Hauptbahnhof um 6:58 Richtung Wiener Neustadt ab. In Wien Meidling steigen Didi und Martin ein. Umstieg in Wiener Neustadt am Gleis gegenüber in den Zug nach Payerbach-Reichenau.

In Payerbach-Reichenau gehen wir vor den Bahnhof hinaus und steigen in den Bus 1746 Richtung Rohr am Gebirge, der uns nach Hinternaßwald bringt. Jetzt im Winter ist das das einzige Mal, dass der Bus bis Hinternaßwald fährt. Wir sind auch die einzigen Fahrgäste.

Kurz vor 9:00 kommen wir an und bereiten uns auf die Überschreitung der Rax vor.

Peter-Jockel Steig


Von Hinternaßwald gehen wir in die Reißtalklamm, die Schneealpe von Raxalpe trennt. Der Peter-Jockel Steig zweigt schon nach fünf Minuten links in den Wald ab.

Der Peter-Jockel Steig ist ein mit Schwierigkeitsstufe A bewerteter Klettersteig. Abhängig von den Bedingungen (im Winter) erhöht sich die Schwierigkeit.

Ist der Anstieg durch den Wald zu Beginn nur steil, aber schneefrei...
Ist der Anstieg durch den Wald zu Beginn nur steil, aber schneefrei…
...so ändert sich das rasch hin zu steil und schneebedeckt/rutschig.
…so ändert sich das rasch hin zu steil und schneebedeckt/rutschig.
Die Schneeauflage ist meist nur lockerer Triebschnee und der Untergrund ist nicht festgefroren.
Die Schneeauflage ist meist nur lockerer Triebschnee und der Untergrund ist nicht festgefroren.
Im oberen Drittel gibt es mehrere versicherte und teilweise auch ausgesetzte Stellen.
Im oberen Drittel gibt es mehrere versicherte und teilweise auch ausgesetzte Stellen.

Nach 2:20h haben wir den Peter-Jockel Steig durchschritten und stehen auf der Hochfläche der Scheiblwandmauer.

Scheiblwandmauer


Wir schnallen unsere Schneeschuhe an, die wir bisher am Rücken getragen haben uns starten Richtung Habsburghaus.

Ab dem Plateau der Schweiblwandmauer ist es eine Schneeschuhtour.
Ab dem Plateau der Schweiblwandmauer ist es eine Schneeschuhtour.

Vor dem Zikafahnlergraben vereint sich unser Weg mit dem Kaisersteig, den wir als Alternative von Hinternaßwald nehmen hätten können.

Im Zikafahnlergraben geht es ganz gemütlich bergauf.
Im Zikafahnlergraben geht es ganz gemütlich bergauf.
Der Ausstieg aus dem Zikafahnlergraben ist dann ein steiler, anstrengender Anstieg.
Der Ausstieg aus dem Zikafahnlergraben ist dann ein steiler, anstrengender Anstieg.

Mittlerweile haben wir eine Höhe erreicht, die uns einen Ausblick auf die umliegenden Berge ermöglicht.

Schneealpe
Schneealpe
Kurz vor dem Habsburghaus schaut es schon recht alpin, zerklüftet und winterlich aus.
Kurz vor dem Habsburghaus schaut es schon recht alpin, zerklüftet und winterlich aus.
Habsburghaus. Der Himmel ist mittlerweile bedeckt und es stürmt.
Habsburghaus. Der Himmel ist mittlerweile bedeckt und es stürmt.

Beim Habsburghaus kommen wir um 13:45 an.

Von Hinternaßwald waren wir damit – inkl. Pausen – 4:30h unterwegs. Das ist eine Stunde länger, als die Wegweiser angeben. Im Winter ist das ok.

Habsburghaus – Neue Seehütte


Vom Habsburghaus, das im Winter immer geschlossen hat (es gibt aber einen Winterraum), gehen wir am Dreimarkstein vorbei zur Neuen Seehütte hinüber. Die Neue Seehütte ist eine der wenigen Hütten auf der Rax, die auch im Winter geöffnet haben. Jetzt ist aber auch diese Hütte geschlossen, weil die Raxseilbahn renoviert wird und dadurch offensichtlich zu wenig Besucher herauf kommen.

Stellenweise liegt hier recht viel Schnee.
Stellenweise liegt hier recht viel Schnee.

Vor dem Ötscher sehen wir die Gemeindealpe, auf die Didi und ich erst vor kurzem eine Schneeschuhtour gemacht haben: „Im Tiefschnee auf die Gemeindealpe

Fernsicht Richtung Ötscher.
Fernsicht Richtung Ötscher.

Vom Habsburghaus bis zur Neuen Seehütte gehen wir 1:30h.

Wegkreuzung bei der Neuen Seehütte.
Wegkreuzung bei der Neuen Seehütte.

Bei der Neuen Seehütte kommen wir kurz vor 15:30 an und machen eine Pause auf den Bänken davor. Die Hütte ist ja derzeit geschlossen. Sonst ist das eine der wenigen Hütten auf der Rax, die im Winter auch offen haben.

Holzknechtsteig


Über den Holzknechtsteig steigen wir ab. Im oberen Teil liegt teilweise Schnee, die im Sommer erdig-rutschigen Stellen sind jetzt gefroren und damit angenehmer zu gehen. In der zentralen Rinne liegt Schnee, was den Abstieg erleichert. Im untereren Teil ist es dann wieder der bekannte und angenehme Geröll-Run.

Holzknechtsteig
Holzknechtsteig

Beim Bachingerbründl sind wir in etwas über einer Stunde.

Beim Bachingerbründl ist steht ein Schild mit der Aufschrift „J Kyselak“. Auch wenn ich nicht glaube, dass dieses Schild ein Original Kyselak ist, so erinnere ich mich doch wieder an die Geschichte dahinter. Siehe auch Wikipedia, bzw. das Kyselak-Projekt.

Kurz nach dem Bachingerbründl sagt uns ein Wegweiser, dass der Abstieg nach Prein an der Rax 2:30h dauert. Da es jetzt kurz vor 17:00 ist, unser Bus aber beim Gasthof oberer Eggl schon um 18:15 abfährt, werden wir etwas nervös und beeilen uns, um den Abstieg schneller zu schaffen.

Wir kommen – inkl. einem kleinen Umweg, weil wir eine Abzweigung übersehen – kurz nach 17:30 in Prein an der Rax an. D.h. wir brauchen 45min vom Bachingerbründl bis hinunter.

Abendstimmung über Prein an der Rax.
Abendstimmung über Prein an der Rax.

Wir kehren schließlich – nachdem wir fast 8:30h unterwegs waren – noch kurz im Gasthof Oberer Eggl ein.

Heimreise


Der Bus fährt von der Bushaltestelle Gasthof oberer Eggl um 18:15 ab. Da er über die Station der Raxseilbahn zum Bahnhof Payerbach-Reichenau fährt, dauert die Fahrt etwas länger.

Der Zug, ein „Wiesel“, steht schon da. Wir fahren um 18:55 ab. In Wiener Neustadt steigen wir in einen schnelleren Zug um, so dass wir um 20:02 wieder in Wien sind.

Tourdaten

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