Alpenvereinaktiv App

Alpenvereinaktiv APP. © Alpenverein

Für meine Tourenplanung nutze ich in letzter Zeit immer öfter die Alpenvereinaktiv App am Tablet. Ich prüfe damit ob mir die voraussichtliche Dauer und die Höhenmeter passen und exportiere dann den GPX Track um ihn mitzunehmen.

Die App gibt es für iOS und Android, siehe http://www.alpenvereinaktiv.com/de/mobile-app.html.

Startbildschirm Alpenvereinaktiv App

Startbildschirm Alpenvereinaktiv App

Manchmal stöbere ich zwar auch unter dem Menüpunkt „Touren“, schränke dann auf die Tourenart ein, die mir vorschwebt und gehe die Vorschläge auf dem selektierten Kartenbereich durch, der mich interessiert.

Allerdings habe ich auf diese Weise oft das Problem zwar eine schöne Tour zu finden – allerdings ohne praktikable Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Daher starte ich immer öfter mit der Idee einer Tour in einer Region, ev. mit einem Gipfel, auf www.AnachB.at um mir die An- und Abreisemöglichkeiten mit Bahn und Bus heraus zu suchen. Habe ich diese gefunden, nutze ich den Alpenvereinaktiv Tourenplaner um mir Wegpunkte bei Ankunftshaltestelle, Gipfel und Abfahrtshaltestelle zu setzen. Damit liefert mir Alpenvereinaktiv dann eine mögliche Route.

Beispielplanung


Bei der Planung zur Überschreitung der Rax bin ich so vorgegangen:

  • Arbeitshypothese: Es soll eine längere Überschreitung der Rax werden.
  • Ich habe mir mit der zugehörigen App von www.AnachB.at am Tablet die möglichen Bushaltestellen angeschaut. Da der Bus im Winter nur einmal nach Hinternasswald fährt, wurde das recht schnell der Ausgangspunkt.
  • Mögliche Zielpunkte waren Hirschwang bei der Fabrik, oder Gasthof Oberer Eggl, weil das Preiner Gscheid im Winter vom Bus nicht bedient wird.
  • Danach habe ich die Alpenvereinaktiv App geöffnet und habe mir Hinternasswald und das Habsburghaus mittels langem Fingerdruck unter dem Punkt „Tourenplanung“ auf der Karte markiert.
  • Jetzt habe ich herumprobiert was sich mit der angegebenen Gehzeit und den Busfahrzeiten ausgehen kann: Hirschwang, oder Oberer Eggl.
  • Habe mich schließlich für das Gasthaus Oberer Eggl als Zielpunkt entschieden. Das Ergebnis sieht man am folgenden Screenshot.
Screenshot Tourenplanung mit Winterkarte und eingeblendeter Hangneigung.

Screenshot Tourenplanung mit Winterkarte und eingeblendeter Hangneigung.

  • Um den erstellten Track auf meine Garmin fenix 2 zu bekommen, brauche ich ihn am Computer und nicht am Tablet. Hier bietet die Alpenvereinaktiv App ein sehr nützliches Feature: Ich bin mit meinem User sowohl in der App, als auch an der Webseite eingeloggt. Dadurch sind die geplanten Touren, die ich abgespeichert habe, sowohl hier als auch dort immer synchron verfügbar.
  • Den GPX Track habe ich also am Computer auf meine Garmin fenix 2 geladen (zusätzlich eine Karte mitgenommen) und bin die Tour gegangen. Bericht dazu siehe: Überschreitung der Rax.

Fazit


Pro: Für mich ist das wichtigste Feature die Tourenplanung auf der Karte und das Synchronisieren meiner Planungen zwischen den Geräten.

Pro: Sommerkarte und Winterkarte mit Wanderwegen und diversen Overlays. Praktisches Overlay für den Winter sind die Hangneigungen um die Lawinengefahr besser einschätzen zu können.

Pro: Mobilität. Die App kann zwar etwas weniger als die Webseite (ich kann die Reihenfolge der Wegpunkte in der App nicht umsortieren), dafür kann ich in der U-Bahn am Weg zur Arbeit am Handy die Planung für das Wochenende durchführen.

Con: Mich stört, dass die Karte der Tourenplanung auf meinem Tablet immer in Immenstadt im Allgäu aufgeht und ich dann erst nach Österreich scrollen muss. Wahrscheinlich kommt das daher, dass ich auf meinem Tablet GPS nicht aktiviert habe und mich trotz hartnäckiger Nachfragen der verschiedenen Apps auch nicht umentscheiden möchte. Mein Tablet ist immer daheim – da brauch ich kein GPS. Schön wäre es, wenn sich die Alpenvereinaktiv App einfach den letzten Kartenausschnitt merken würde.

Neutral: Die anderen Features verwende ich so gut wie nicht. Vielleicht ändert sich das aber auch noch.

Neutral: Die berechneten Gehzeiten muss man jedenfalls für sich selbst umrechnen. Meine Tourenplanung in diesem Beispiel ergibt 5:51h als Gehzeit. Gebraucht haben wir mit Pausen 8:30h. Die Verantwortung für das „Umrechnen“ liegt auf jeden Fall beim Planer selbst und hat mit Kondition der Teilnehmer, Wetter, Bedingungen und Pausen zu tun.

Weil ich – während ich diesen Beitrag geschrieben habe – immer wieder auf Alpenvereinaktiv nachgeschaut habe, wie die einzelnen Punkte genau heissen, habe ich dort auch gleich ausprobiert den zugehörigen Rax-Überschreitungs-Bericht zu veröffentlichen.

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