Knofeleben und Krummbachstein

Naturfreundehaus Knofeleben

Damit meine Mutter mit mir wandern geht, muss ich eine zweistufige Tour suchen: Eine bei der wir gemeinsam aufsteigen und sie dann warten kann, während ich noch ein paar Höhenmeter mache.

In Peter Backés Buch „Wiener Hausberge mit Bahn und Bus“ werde ich fündig: Tour 19, Krummbachstein.

Die Tour startet in Kaiserbrunn und führt zum Naturfreundehaus Knofeleben. Bis dorthin haben wir 700 HM zurückgelegt. Während sie dort wartet, gehe ich die restlichen 400 HM bis zum Gipfel des Krummbachstein hinauf. Danach gemeinsamer Abstieg durch die Eng zum Bahnhof Payerbach-Reichenau.

Anreise


Wir fahren vom Wiener Hauptbahnhof (7:08) direkt nach Payerbach und steigen dort in den Bus 1746 ein. Um 9:00 kommen wir in Kaiserbrunn an.

Obwohl es nur 5°C hat, gibt es noch einige Zelte am Campingplatz gegenüber.

Tipp: Die Tour in der hier beschriebenen Richtung zu machen, ist deshalb sinnvoll, weil der Bus von Kaiserbrunn seltener abfährt, als der Zug von Payerbach (jede Stunde).
Von Kaiserbrunn kommt man also schlechter weg.

Aufstieg zur Hütte


Direkt bei der Busstation gibt es den ersten Wegweiser Richtung Naturfreundehaus Knofeleben. Die Gehzeit ab dort ist mit 2:30h angegeben.

Der gesamte Aufstieg befindet sich in der Baumzone. D.h. es geht prinzipiell laufend durch den Wald.

Fast den gesamten Aufstieg über hat man einen schönen Ausblick auf Schneeberg und Rax wobei es nach oben hin immer besser wird.

Fast den gesamten Aufstieg über hat man einen schönen Ausblick auf Schneeberg und Rax wobei es nach oben hin immer besser wird.

Der Aufstieg ist ausgesprochen abwechslungsreich: Passagen, die fast eben dahingehen, wechseln sich mit steilen, erdigen Abschnitten ab. Dazwischen felsige Teile entlang von Felswänden und versicherten Abschnitten. Ein versicherter Teil kreuzt ein Geröllfeld.

Der Weg führt an der Miesleiten Felswand entlang.

Der Weg führt an der Miesleiten Felswand entlang.

Tiefblick in den Knofelebengraben.

Tiefblick in den Knofelebengraben.

Serpentinen mit Seilsicherung über das Geröllfeld.

Serpentinen mit Seilsicherung über das Geröllfeld.

Kindertauglichkeit: Wegen diesem versicherten Geröllfeld ist auf www.knofeleben.at vermerkt, dass dieser Aufstieg nicht für Kinder zu empfehlen ist.
Meiner Meinung nach ist dieser Abschnitt nicht gefährlicher oder schwieriger als z.B. der Springlessteig. Jüngere Kinder mit einem kurzen Sicherungsseil abzusichern ist aber nie falsch.
Unterm Strich finde ich, dass der gesamte Aufstieg wegen der vielen Abwechslung und der moderaten Aufstiegshöhe von 700HM gerade für Kinder sehr gut geeignet ist!

Am Schluß kommen ein paar Serpentinen auf einem alten Forstweg, ein letzter Anstieg durch ein Waldstück und ein finales, ebenes Stück auf einem Forstweg zur Naturfreundehütte Knofeleben hinüber!

Letzter Anstieg durch ein Waldstück bis zur Knofelebene.

Letzter Anstieg durch ein Waldstück bis zur Knofelebene.

Die letzte Forststraße hin zur Naturfreundehütte Knofeleben.

Die letzte Forststraße hin zur Naturfreundehütte Knofeleben.

Fast die gesamte Aufstiegsdauer haben wir laufend herrliche Ausblicke: Auf den Schneeberg, speziell das Klosterwappen, auf die Rax, das Höllental.

Bis zur Naturfreundehütte Knofeleben brauchen wir von der Busstation Kaiserbrunn aus (inkl. Pausen) 2:20h.

Krummbachstein


Bei der Hütte lasse ich meinen Rucksack zurück und gehe den Weg nach links, nach Westen in den Wald hinein.

Zuerst flacher Waldwanderweg, dann steiler und immer felsiger werdend. Vom Vorgipfel sieht man schon das Gipfelkreuz des Krummbachstein.

Es liegt schon etwas Schnee am Vorgipfel. Das Gipfelkreuz ist ab hier immer in Sicht.

Es liegt schon etwas Schnee am Vorgipfel. Das Gipfelkreuz ist ab hier immer in Sicht.

Vom Vorgipfel steige ich die paar Höhenmeter auf eine Wiese ab und halte mich links auf den Gipfel. Der Weg nach rechts umgeht den höchsten Punkt und mündet bei der Alpenfreundehütte wieder in den linken Weg.

Die letzten 150HM sind felsig, sehr schön zu gehen. Für Kinder eine nette Strecke mit etwas klettern (wenn sie nicht bei der Hütte geblieben sind).

Die letzten 150HM sind felsig, sehr schön zu gehen. Für Kinder eine nette Strecke mit etwas klettern (wenn sie nicht bei der Hütte geblieben sind).

Die Sonne scheint, der Himmel ist wolkenlos, ohne Rucksack bin ich unbeschwert. Ich freue mich unheimlich über ein paar Schneeflächen, die festgefroren sind und die Sonne reflektieren. Die schönste Zeit im Jahr steht bevor.

Am Gipfel komme ich nach 50min Aufstieg von der Naturfreundehütte Knofeleben aus an.

Gipfel Krummbachstein.

Gipfel Krummbachstein.

Blick auf den Rückweg: Eng, Richtung Payerbach.

Blick auf den Rückweg: Eng, Richtung Payerbach.

Blick Richtung Rax und Höllental.

Blick Richtung Rax und Höllental.

Blick auf den Schneeberg.

Blick auf den Schneeberg.

Blick Richtung Gutensteiner Alpen. In der Mitte am Sattel die Station Baumgartner, von der aus man herüber gehen kann.

Blick Richtung Gutensteiner Alpen. In der Mitte am Sattel die Station Baumgartner, von der aus man herüber gehen kann.

Rauf und runter brauche ich insgesamt 1:30h. Wenn man langsamer geht, muss man eine halbe Stunde mehr einrechnen.

Naturfreundehütte Knofeleben


Nach meiner Rückkehr in der Naturfreundehütte Knofeleben esse ich noch ausgiebig zu Mittag. Danach setzen wir uns in Liegestühle in die Sonne.

Ich habe vorher von mehreren Seiten gehört, dass das Essen sehr gut sein soll. Das kann ich absolut bestätigen. Darüberhinaus ist das Team auch gut organisiert, so dass das Essen auch schnell kommt, obwohl an diesem sonnigen Tag fast die ganze Terrasse belegt ist.

Nach 1:30h Pause machen wir uns um 14:30 auf den Rückweg.

Abstieg durch die Eng


Vom Schotterweg zweigen wir noch in Sichtweite der Hütte bei der Markierung rechts ab. Es geht kurz und rutschig durch den Wald, dann rechts die Forststraße entlang, bis wir endgültig nach links in den Mitterberggraben abbiegen. Ab hier bleiben wir bis Payerbach auf Wanderwegen.

Mitterberggraben im herbstlichen Gewand.

Mitterberggraben im herbstlichen Gewand.

Ich bin noch nie durch die Eng gegangen und frage mich laufend wann wir endlich dort sind. Als wir nach etwa 1h fast 90° nach Süden abbiegen, weiß ich, dass wir jetzt in die Eng kommen: Es wird deutlich enger.

Der Mitterberggraben führt nach Südosten. Daher ist es dort schattig. Nach dem 90° Knick nach rechts führt die Eng fast dauernd in der Sonne direkt nach Süden.

Der Mitterberggraben führt nach Südosten. Daher ist es dort schattig. Nach dem 90° Knick nach rechts führt die Eng fast dauernd in der Sonne direkt nach Süden.

Blick vom unteren Ende der rekonstruierten, ehemals 7km (!) langen Holzriese.

Blick vom unteren Ende der rekonstruierten, ehemals 7km (!) langen Holzriese.

Kurzer, versicherter Mariensteig.

Kurzer, versicherter Mariensteig.

Danach gehen wir nur mehr flach fallend durch sonnendurchflutete Mischwälder. Das letzte Stück des Wanderwegs wird durch 100m Forststraße unterbrochen, bis der Weg schließlich bei der Ortsgrenze von Payerbach asphaltiert ist.

Abzweigung des Fußwegs zum Bahnhof hinunter.

Abzweigung des Fußwegs zum Bahnhof hinunter.

Es geht an immer mehr Häusern vorbei, auch an einer markanten 450 Jahre alten Sommereiche, immer gerade aus die Asphaltstraße (Schneebergweg und Schneedörflstraße) entlang.

Schliesslich wendet sich die Asphaltstraße nach links, wir aber gehen an einer Bank, zwischen Zäunen einen Fußweg hinunter.

Unten nach rechts, durch den Tunnel durch. Nach dem Tunnel scharf nach links zum Bahnhof Payerbach hinauf.

Gesamtdauer Abstieg von der Naturfreundehütte Knofeleben bis zum Bahnhof Payerbach: 2h.

Rückfahrt


Derzeit fährt jeweils 24min nach jeder vollen Stunde ein Zug nach Wien. Wir kommen kurz nach 16:30 am Bahnhof an und müssen auf den Zug um 17:24 warten.

Entweder bleibt man in diesem Zug sitzen und ist nach 1:30h in Wien, oder man steigt in Wiener Neustadt um und ist in nur 1h in Wien.

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Tourdaten

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