Johannesbachklamm bei Sommerhitze

Gerade bei Hitze im Sommer bieten sich einfache, kühle Wanderungen an. Die Johannesbachklamm ist ganz nahe Wien und gerade für Kinder eine schöne Wanderung. Wer mag kann die Erforschung der Ruine Schrattenstein noch anhängen.

Anreise


Weg in die Johannesbachklamm. © 2015 HM

Weg in die Johannesbachklamm. © 2015 HM

Wir entscheiden uns mit dem Zug Richtung Puchberg in der Haltestelle „Rothengrub“ auszusteigen und dann zu Fuß zum unteren Eingang der Johannesbachklamm zu gehen.

Möchte man sich den 30 Minuten Fußmarsch ersparen, muss man den Zug so wählen, dass man eine Station vorher, in Willendorf aussteigen und dort in den Regionalbus 1714 für eine Station umsteigen kann.

In beiden Fällen kommt man schließlich beim Gemeindeamt Würflach heraus. Von dort sind es noch 5 Minuten bis zum Eingang der Johannesbachklamm.

Johannesbachklamm


Jetzt, Ende August, ist das Bachbett am Beginn der Klamm völlig ausgetrocknet. Bis zur Hälfte der Klamm kann man sogar unten gehen, statt über die Holzstiegen und Brücken. Danach fließt wieder etwas Wasser.

Ist das erste Mal, dass ich die Johannesbachklamm ohne rauschendes Wasser gesehen habe. © 2015 HM

Ist das erste Mal, dass ich die Johannesbachklamm ohne rauschendes Wasser gesehen habe. © 2015 HM

Auch ohne dass Wasser fließt, ist es angenehm kühl. Es gibt viele Bänke und eine große Wiese, die zum Rasten und Picknicken einlädt. Die ganze Klamm ist nahezu ohne Steigungen, sogar dort, wo Holzbrücken über die Klamm errichtet sind, gibt es nur wenige Stiegen. Kinderwagen-tauglich ist die Strecke jedoch auch wieder nicht.

Wir lassen uns viel Zeit, machen eine mittlere Pause und brauchen ziemlich genau eine Stunde vom Eingang der Klamm bis zum Ausgang. Am oberen Ende der Johannesbachklamm ist ein Gasthaus (Marker auf der Karte unten).

Alle, die damit genug haben, gehen von hier am besten nach Norden zur Haltestelle Unterhöflein (alleinstehender Marker in der Karte unten) und fahren so wieder zurück.

Burgruine Schrattenstein


Wir aber wollen noch die Ruine Schrattenstein anschauen und gehen gerade weiter nach Greith. Das ist ein ebener Schotterweg. Am Weg versuchen wir Pferde zu füttern, die uns aber ignorieren.

In Greith biegen wir nach Süden ab. Ab hier beginnt der Weg relativ steil zu werden. Im Wald gehen wir zuerst einen Hohlweg hinauf. Danach kommen wir nur mehr langsam voran, weil wir uns durch Brombeerhecken essen, die rechts und links vom Weg reif und im Überfluss auf uns warten.

Am höchsten Punkt des Weges angelegt, geht es kurz abwärts, bis wir bei der Burgruine Schrattenstein sind.

Vorhof der Burgruine Schrattenstein. © 2015 HM

Vorhof der Burgruine Schrattenstein. © 2015 HM

Bei der Ruine gibt es den Normalweg über eine Metallbrücke und ein mit Stahlseil gesichertes kurzes Kletterstück. Wir teilen uns unseren persönlichen Vorlieben entsprechend auf und treffen oben wieder zusammen. Einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Hohe Wand haben wir da.

Wir gehen den ersten Hohlweg nach rechts hinunter. Auf manchen Felsen sieht man noch die Spuren der Karren, die früher diesen Weg hinaufgezogen wurden.

Der Weg mündet schließlich in Schrattenbach. Bis nach dem Schlossteich ist die kleine Ortsstrasse gut zu gehen, weil wenig befahren. Dann allerdings kommen wir auf die Überlandstraße. Wirklich viele Autos fahren hier zwar auch nicht – ich biege trotzdem querfeldein ab.

Wir wollen nach Grünbach und ich kürze über eine schöne Weide ab, weil die Straße einen großen Linksbogen macht. Der Bauer fährt uns nach, erklärt uns, dass wir da nicht gehen sollten, weil vor der Straße ein Stacheldrahtzaun kommt und weiter links eine Herde von 40 Mutterkühen mit Kälbern ist, der wir uns besser nicht nähern sollten. Wir halten uns also rechts und kommen zum Stacheldraht. Der geeignete Platz zum Drübersteigen ist nicht sofort gefunden, weil direkt nach dem Zaun ein relativ tiefer Kanal gegraben ist, der direkt nach dem Zaun übersprungen werden muss. Wir schaffen auch das und gehen zuerst entlang der Straße, dann auf einem Wanderweg entlang der Bahn zum Bahnhof Grünbach.

Im Nachhinein glaube ich, dass es besser gewesen wäre, das kurze Stück an der Straße bis nach Greith weiter zu gehen. Von dort dann diagonal über den Eichberg zur Haltestelle Unterhöflein (alleinstehender Marker in der Karte unten).

Heimreise


Wir sind 5 Minuten früher am Bahnhof Grünbach. Der Zug kommt pünktlich um 18:51. Wir steigen ein und genießen die Vorteile, die das Zugfahren gegenüber dem Autofahren bietet: Wir ruhen uns aus. D.h. meine Frau und ich ruhen uns aus. Die Kinder reden ununterbrochen und streiten miteinander. So viel Unterschied gibt es zwischen Zug und Auto auch wieder nicht.

Umstieg in Wiener Neustadt, eine halbe Stunde später sind wir am Hauptbahnhof Wien.

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Tourdaten

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