Blick an Mittagskogel vorbei nach Slowenien.

Peakfinder Smartphone App

Wer am Gipfel, oder unterwegs zwischendurch, gerne Unterstützung von seinem Smartphone bei der Benennung des Gipfelpanoramas haben möchte (ohne Internetverbindung zu benötigen), dem kann ich Peakfinder empfehlen.

Ich fand es immer beeindruckend, wenn jemand alle Gipfel rundum benennen konnte. Uninteressant, weil es mir egal war, da ich die Tourenplanung nicht selber machte, aber wegen des abrufbaren Wissens beeindruckend. Mittlerweile mache ich die Tourenplanung selber und weiß dadurch, dass es hilft über der Landkarte zu sitzen und sich zu überlegen, ob ich auf diesen und jenen Gipfel gehen soll. Ich merke mir dadurch, dass der eine neben dem anderen liegt. „Old style“, wenn man so möchte.

Ich bin aber auch ein Technikanhänger und probiere die verschiedenen Smartphone Apps durch die es gibt – auch in punkto „Bergsteigen“.

Peak.AR: „gut“


Vor ein, zwei Jahren ist der Begriff „augmented reality“ (Wikipedia Link) so richtig aufgekommen. Meine Vorstellung war, dass ich mein Handy vor mich hin halte, auf die Berge am Display schaue und der Name der Berge automatisch eingeblendet wird. Genau das hat die APP „Peak.AR“ umgesetzt. Gibt es für iPhone und Android.

Die APP „Peak.AR“ hatte ich lange im Einsatz – allerdings habe ich sie nicht wirklich oft genutzt. Das Problem ist nämlich, dass der im Handy eingebaute Kompass und der Beschleunigungssensor richtig erkennen müssen, wohin du dein Handy hältst. Am Display siehst du die Berge – so wie wenn du ein Foto machen würdest – und die von der APP eingeblendeten Namen. Wenn Kompass und Beschleunigungssensor nicht die korrekte Richtung erkennen, dann passen die eingeblendeten Überschriften nicht zu den Bergen. Leider war das bei mir fast immer der Fall.

Wenn ich nicht einen Berg gekannt habe, an dem ich mich orientieren und von dort weg dann die anderen über die APP benennen konnte, war der Nutzen für mich nicht gegeben.

Peakfinder: „besser“


Screenshot Peakfinder am Ferlacher Spitz. © 2015 MH
Screenshot Peakfinder am Ferlacher Spitz. © 2015 MH
Seit ein paar Monaten nutze ich die APP „Peakfinder“. Diese nutzt einen anderen Ansatz, der für mich deutlich besser funktioniert: Du rufst die APP auf, tippst auf das Symbol links unten, damit die APP die aktuelle Lokation per GPS feststellt. Dann berechnet die APP an Hand deines Standorts, deiner Höhe und des Höhenschichtenmodells, eine Sicht am Bildschirm, die dir die Umrisse der Berge mit ihren Bezeichnungen anzeigt.

Der Vorteil dabei: Die Umrisse kannst du mit dem Auge ganz leicht mit den Bergen vergleichen, die du selber siehst – ohne, dass du einen davon kennen must. Passt die erkannte Richtung nicht genau – was mit dieser APP genauso passiert, weil das am Handy liegt – dann richte ich das angezeigte Bild mittels Verschieben mit meinem Finger so aus, dass es genau den Umrissen entspricht, die ich selber sehe.

Blick an Mittagskogel vorbei nach Slowenien.
Blick an Mittagskogel vorbei nach Slowenien.

Ich habe das Foto oben selber gemacht um das Prinzip zu zeigen. Allerdings hat mein Handydisplay so gespiegelt, dass man die APP nicht erkennen konnte. Daher habe ich einen Screenshot am Handy gemacht und nachträglich in das Foto eingefügt, damit man auch etwas erkennen kann.

Ich nutze „Peakfinder“ jetzt recht regelmäßig am Gipfel.

Link zum selber Ausprobieren (öffnet ein neues Fenster) mit dem Blick vom Ferlacher Spitz am Mittagskogel vorbei (wie mein Foto oben): Computer / Smartphone

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