Almwanderung auf der Hohen Wand

Hohe Wand Almwanderung, die weitgehend entlang des Themenwegs „Vom Urknall nach Grünbach“ führt. Vom Wiener Hauptbahnhof aus fährt man etwa 30 min nach Wiener Neustadt und steigt dann in einen Anschlusszug nach Puchberg am Schneeberg um. Abhängig davon, wie weit man fährt, dauert das noch einmal etwa 45 min. Wir brauchen bis zur Haltestelle „Kohlenwerk, Grünbach“ 1h 20 min.

Vom Bahnsteig gehen wir die Stufen bergauf, dann die Verlängerung gerade weiter über eine Wiese. Es ist dort überall die „Gelände-Hütte“ angeschrieben. Wir halten uns aber links, weil wir vorher auf den Hausstein möchten. Der Weg dorthin führt über eine schöne Wiese mit wunderbarem Schneebergblick, weil man direkt auf eben diesen zugeht.

In der Rinne rechts kann man schön auf den Hausstein hoch klettern.
In der Rinne rechts kann man schön auf den Hausstein hoch klettern.

Am Hausstein wird Verweigerung geübt: Meine Mutter führt als Argument nicht hinaufklettern zu wollen völlig substanzlos ihr Alter an. Während ich noch darüber nachdenke, wieso eigentlich jemand nicht auf einen solchen Felsen kraxeln möchte, nutzen meine Kinder meine kurze Nachdenkphase und verkünden, dass sie auch unten warten. Schön, dann eben alleine. Rauf, oben ein paar Fotos machen und wieder runter – 15 min.

Vom Hausstein aus geht es in Serpentinen angenehm durch den steilen Wald hinauf. Dieser flacht schließlich ab und nach kurzer Zeit ist man dann am Gelände.

Im Angesicht der Geländ-Hütte verlangen meine Kinder nach dem Mittagessen. Hinterlistig nutzen sie als Argument die Uhrzeit, die zufälligerweise gerade 12:00 zeigt. Leider bin ich weder hungrig, noch willens bei der mit Live-Blasmusik versorgten Hütte zu bleiben. Ich will zum Plackles hinüber.

Ich kann sie zwar mit dem Blasmusikargument vom bereits bezogenem Tisch vor der Hütte aufscheuchen, mache dann aber den Kardinalsfehler ihnen den Sendeturm am Plackles zu zeigen. Ermutigt vom kleinen Aufstand am Hausstein kommt es zur kollektiven Verweigerung. Sie wollen nicht mehr so weit, nicht mehr so hoch, nicht mehr so lang.

Um es abzukürzen: Wir einigen uns auf den Abstieg zum Rastkreuz Sattel und auf dortige Einkehr mit nachfolgendem Abstieg nach Grünbach. Das stellt sich schließlich auch als gute Entscheidung heraus: Das Essen auf der „Scheimhitt’n“ ist gut und die Bedienung nett und flott.

Enzian auf der Hohen Wand. © 2015 MH
Enzian auf der Hohen Wand. © 2015 MH

Schade, ich wäre gerne einmal den Pfarrersteig gegangen. Besonders, weil ich ihn in diesem Frühjahr schon gehen wollte, wegen des vielen Schnees mit den Kindern aber irgendwo falsch abgebogen bin und stattdessen den Grafenbergsteig genommen habe.

Von der Scheimhitt’n gehen wir den Knappensteig hinunter zur Haltestelle „Grünbach Schule“. Samstag/Sonntag fährt der Zug fast jede Stunde – um 16:47 steigen wir in Richtung Wiener Neustadt ein.

Zusammenfassung: Ich habe diese Seite der Hohen Wand bisher noch nicht gekannt. Sie ist fast ein bisserl almenhaft. Hat mir gut gefallen. Ein gemütliches Wandern ist auf dieser Seite möglich und gerade für kleinere Kinder damit gut geeignet.

Tourdaten

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