Familien-Schneeschuhtour mit Carsharing Anreise

Die Planung: Ich möchte gerne mit der ganzen Familie eine Schneeschuhtour machen.

„Schneeschuhwandern. Die schönsten Touren in den Wiener Hausbergen“ von Csaba Szépfalusi

  1. Ich suche mir eine leichte, kurze Tour aus dem Buch „Schneeschuhwandern. Die schönsten Touren in den Wiener Hausbergen“ von Csaba Szépfalusi aus: „[8] Schwarzwaldeck, 1073m“, Seite 57. Angegebene Dauer 2,5 h. Da ich mit Familie unterwegs sein werde rechne ich mit 3,5 h inkl. Pausen.
  2. Ich möchte gerne das DriveNow Carsharing im Echtbetrieb testen. Ausserdem dauert die Anreise mit Bahn und Bus (mit 2x umsteigen) 2,5 h von Wien nach Kleinzell. Das ist mir zu lange. Der TomTom Routenplaner sagt mir, dass ich mit dem Auto (aufgerundet) 1,5 h nach Ebenwald bei Kleinzell brauchen werde und dass es 80 km dorthin sind.
  3. An- und Abreise wird also 3 h dauern. 3,5 h die Tour, An- und Ausziehen noch einmal 1 h. Macht insgesamt 7,5 h. Die Distanz beträgt hin und zurück etwa 160 km. Es gibt – wenn ich es richtig verstanden habe – ein 9h/200km Paket bei DriveNow, um EUR 76,00. Ohne dieses Paket würde die Fahr- und Parkzeit ausmultipliziert nach meiner Rechnung EUR 112,50 kosten. Ich werde dann also lieber das EUR 76,00 Paket nehmen. Wenn wir um 8:00 losfahren, muss ich also das Auto vor 17:00 wieder abstellen um Mehrkosten zu vermeiden.

Die Durchführung:
Heute (Samstag) gehe ich um 7:30 aus dem Haus, weil ich wegen der vielen sperrigen Sachen (vier Paar Schneeschuhe und Stöcke, zwei Rucksäcke) mit einem BMW X1 fahren möchte und der nächste 2,5 km entfernt steht. Ich könnte zwei Stationen mit der Straßenbahn fahren. Leider fährt mir die Straßenbahn vor der Nase davon und die nächste kommt in zwölf Minuten. Bei Minusgraden finde ich es attraktiver die Strecke zu Fuß zu gehen, als zwölf Minuten zu warten. Ich reserviere mir das Auto gratis für 15 min über die Handy-App, damit ich nicht umsonst hin gehe.
Ich finde das Auto an der angegeben Position und habe von den 15 min, noch ein paar übrig.

Winterliche Bedingungen

Winterliche Bedingungen

Ich buche nach der Anmeldung mit meinem Pin im Auto gleich das 9h/200km Paket, richte mir Spiegel und Sitz ein und fahre heim um meine Familie mit den Sachen abzuholen. Dort habe ich ein Problem den Kofferraum zu öffnen. Man kann die Türen öffnen, aber nicht den Kofferraumdeckel. Ich suche nach einem Schalter dafür, finde aber nichts. Ich löse es schliesslich indem ich den Schalter für die Türverriegelung zwei Mal drücke: Beim ersten Mal sperrt er alle Türen zu, beim zweiten Mal auf. Inkl. Kofferraumdeckel. Wir verstauen die ganzen Sachen im Kofferraum. Das ist gar nicht so trivial, weil der Stauraum nicht so wahnsinnig groß ist. Ich muss das ganze Zeug halbwegs optimiert schlichten, damit es hinein passt.

Ich gebe „Kleinzell“ als Ziel ein und wir fahren los. Als wir von der Autobahn abfahren sehen wir noch immer keinen Schnee und wir haben nur mehr 40 km vor uns. Ich mache mir Sorgen. Diese Sorgen lösen sich spätestens nach der Abzweigung in Kleinzell Richtung Ebenwald in Wohlgefallen auf. Es gibt genug Schnee. Es gibt sogar so viel Schnee, dass ein Schild darauf hinweist, dass die Befahrung der Strasse nach Ebenwald mit Schneeketten erfolgen sollte. Ich denke an meine EUR 750,- Selbstbehalt und beginne mir wieder Sorgen zu machen. Die Strasse ist eng, mit Ausweichen, meistens geschotterte Schneefahrbahn, wenige Stellen Blankeis. Ich hoffe darauf, dass die Sonne wie angesagt herauskommt und beim Hinunterfahren die Strasse etwas angetaut ist.

Oben gibt es einen Parkplatz, der jetzt kurz vor 10 Uhr schon ziemlich voll ist. Ich parke am Ende des geräumten Teils – die Anreise haben wir damit geschafft! Siehe auch Google Maps.

Durch den Winterwald

Durch den Winterwald

Noch ist es bewölkt und windig. Minus vier Grad Celsius mit Wind machen das Anziehen unangenehm. Schließlich hat jeder seine Gamaschen und Schneeschuhe angeschnallt und die Stöcke eingestellt.

Vom Parkplatz gehen wir wie von Csaba in seinem Buch empfohlen rechts neben der Straße Richtung Schwarzwaldeck. Wir halten uns ein bisschen zu weit rechts und gehen durch einen verschneiten Wald. Tiefster Winter. Wunderbar!

Es gibt dort oben schön gespurte Langlaufloipen. Wir queren diese manchmal und achten dabei darauf sie nicht zu beschädigen.

Mittlerweile ist die Sonne komplett durchgebrochen und der Wind ist abgeflaut. Es ist jetzt richtig warm.

Nach 2h erreichen wir das Waldeckerhaus. Kein Mensch ist da. Ich räume den Schnee vom Tisch auf der Aussichtsterrasse und lege eine Aluminium-Rettungsdecke darauf damit wir keine nassen Hintern bekommen. Als Kälteisolation nach unten setzen wir uns auf Kleidungsstücke und essen unsere mitgebrachte Jause in der jetzt strahlenden Sonne.

Am Berg gegenüber ist es noch ziemlich diesig. Erst als wir wieder aufbrechen erkenne ich, dass wir auf den Unterberg geschaut haben. Den Schneeberg sehen wir weiter südlich erst am Rückweg.

Kurz vor dem Schwarzwaldeck.

Kurz vor dem Schwarzwaldeck.

Am Rückweg halten wir uns näher an der Strasse, sind dadurch scheinbar schneller (1,5 h) als beim Hinweg, obwohl unser Jüngster schon recht müde ist und immer wieder hinfällt.

Nach etwa 4 h sind wir wieder beim Auto. Alles ausziehen, vom Schnee befreien und einschlichten. Die Fahrt hinunter ist wirklich problemlos, es hat angetaut.

Das Navi leitet uns interessanterweise über einen anderen Weg zurück, als bei der Hinfahrt. So fahren wir am Peilstein vorbei über Alland nach Wien.

Ich finde fast direkt vor der Tür einen Parkplatz. Dieser ist aber so klein, dass die Einparkhilfe vorn und hinten fast pausenlos schrillt. Ich bin froh hineingekommen zu sein. Das Einparken mit Automatikschaltung habe ich noch nicht völlig im Griff.

Nach dem Ausräumen und Verschliessen des Autos bekomme ich sehr rasch eine E-Mail von DriveNow in der die Dauer und die Kosten aufgeschlüsselt sind.

Kosten: EUR 76,- hat die Fahrt gekostet, weil ich das 9h/200km Paket gewählt habe.

Öffentlich führt der Weg per Zug nach St. Pölten, dann muss man mit dem Bus weiterfahren. Der Zug kostet für zwei Erwachsene ohne Ermässigungskarten hin und zurück EUR 37,20. Für die Buskosten nehme ich EUR 7,- pro Person und Richtung an. Kommen also noch EUR 28,- dazu. Würde damit EUR 65,20 gesamt ausmachen. Meine Kinder nutzen das Top-Jugendticket und zahlen daher in Wien, Niederösterreich und Burgenland nichts extra. Daher beziehe ich sie in diese Rechnung nicht ein. Die Dauer ist mit 2,5h (in eine Richtung) recht lange. Und man startet dann eben in Kleinzell unten und nicht in Ebenwald oben wodurch sich die Gehzeit massiv erhöht.

Für diesen Anwendungsfall war Carsharing für uns die richtige Wahl.

Zusammenfassung Tour:
Insgesamt sind wir mit Pausen 4h unterwegs. Höhenmeter macht man keine nennenswerten. Obwohl am Parkplatz unten und oben sehr viele Autos gestanden sind, begegnen wir nicht vielen Leuten. Die Langläufer sind auf der Loipe, die Skitourengeher (die wir gesehen haben), sind vom Parkplatz nach Süden gegangen und Schneeschuhwanderer waren in unserer Richtung keine unterwegs.

Ähnliche Beiträge

Tourdaten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.